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Arbeitsplatten werden meist auf eine Standardhöhe geplant – ein Kompromiss, der für niemanden wirklich passt. Wie elektrisch höhenverstellbare Systeme funktionieren, was sie im Rücken ausmachen und für wen sie sich lohnen.

Standardhöhe und höhenverstellbares System im Vergleich

Merkmal Feste Standardhöhe Höhenverstellbares System
Arbeitshöhe Fest, meist 90–92 cm Variabel, 20–40 cm Verstellweg
Zwei Nutzer Kompromiss für beide Gespeicherte Position je Person
Rückenbelastung Dauerhaft gleiche Haltung Höhe an Tätigkeit anpassbar
Sitzend arbeiten Nur an separater Zone Gesamte Zeile absenkbar
Spüle und Kochfeld Fest verbaut Mit flexiblen Leitungen mitfahrend
Nachrüstung – Aufwendig, gehört in die Erstplanung
Sichtbarkeit – Technik hinter Blenden, flaches Tastenfeld

Warum kommt bei uns nur ein Team?

Weil Lieferung und Montage bei uns dieselben Leute machen, die die Planung kennen. Kein externer Spediteur, der Kartons abstellt und wieder fährt. Kein Subunternehmer, der erst Tage später Zeit hat. Das Team weiß, welche Maße kritisch sind und wo im Grundriss es eng wird – weil es die Planung gelesen hat, bevor es losfährt.

Wie läuft so ein Tag ab?

Wir kommen morgens, schaffen die Elemente in den Raum und bauen von unten nach oben auf: Unterschränke ausrichten, Arbeitsplatte einpassen, Geräte einbauen und anschließen, dann Oberschränke und Fronten justieren. Zum Schluss werden alle Auszüge eingestellt, die Fugen kontrolliert und der Raum besenrein hinterlassen.

Eine durchschnittliche Küche ist an einem Tag fertig. Bei großen Planungen mit Insel oder umfangreicher Gerätetechnik kann ein zweiter Tag dazukommen – das sagen wir vorher, nicht mittendrin.

Was ist mit Elektro- und Wasseranschluss?

Standardanschlüsse übernimmt unser Team direkt. Wenn Leitungen neu verlegt oder Starkstrom gelegt werden muss, klären wir das im Vorfeld und stimmen uns mit Ihrem Elektriker ab – oder bringen einen mit. Entscheidend ist, dass die Abstimmung vor dem Liefertag passiert und nicht an dem Tag improvisiert wird.

Was passiert mit der alten Küche?

Auf Wunsch bauen wir sie ab und entsorgen sie fachgerecht. Das lässt sich in denselben Termin legen: morgens raus, tagsüber rein. So steht die Küche nicht tagelang halb demontiert im Raum.

Was sollten Sie vorbereiten?

Freie Zufahrt und einen leeren Raum – mehr nicht. Schränke ausgeräumt, empfindliche Böden abgedeckt, Parkmöglichkeit für das Fahrzeug. Alles andere bringen wir mit, inklusive Werkzeug, Schutzmaterial und Kleinteilen.

Und wenn doch etwas fehlt?

Dann klären wir das intern und nicht zwischen drei Firmen. Ein Ansprechpartner von der Planung bis zur letzten Schublade bedeutet: Sie müssen niemandem hinterhertelefonieren. Sollte ein Teil nachgeliefert werden müssen, terminieren wir den Nachtermin sofort mit.

Warum arbeiten wir so?

Weil eine Küche nach der Montage beurteilt wird, nicht nach dem Katalog. Seit 1995 liefern und montieren wir in Sinsheim und der Region Kraichgau mit eigenen Leuten – das ist aufwendiger als der Einkauf von Montagedienstleistern, aber wir stehen für das Ergebnis gerade.

In unserer Ausstellung in Sinsheim steht ein höhenverstellbares System, das Sie selbst bedienen können. Der Unterschied lässt sich schwer beschreiben, aber sofort erleben.

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Warum ist die Standardhöhe ein Problem?

Küchen werden üblicherweise auf etwa 90 bis 92 Zentimeter Arbeitshöhe geplant. Diese Zahl stammt aus einer Zeit, in der eine Person die Küche nutzte. Heute kochen oft zwei Menschen mit deutlichem Größenunterschied – und beide arbeiten an derselben Platte.

Die Folge spürt man im Nacken und im unteren Rücken. Wer zu tief arbeitet, beugt sich dauerhaft vor. Wer zu hoch arbeitet, zieht die Schultern an. Bei zehn Minuten fällt das nicht auf, bei täglichem Kochen schon.

Wie funktioniert die Verstellung technisch?

Elektrische Hubsäulen tragen Arbeitsplatte, Spüle oder Oberschrank und fahren auf Knopfdruck in die gewünschte Höhe. Die Verstellwege liegen je nach System bei 20 bis 40 Zentimetern. Anschlüsse für Wasser und Strom werden über flexible Leitungen mitgeführt, sodass auch Spüle und Kochfeld mitwandern können.

Positionen lassen sich speichern. Zwei Nutzer, zwei Tastendrücke – die Küche stellt sich auf die jeweilige Person ein.

Für wen ist das gedacht?

Ursprünglich für barrierefreie Planungen: Wer im Rollstuhl sitzt, braucht Unterfahrbarkeit und niedrige Arbeitshöhen, während stehende Mitbewohner höher arbeiten. Höhenverstellung löst diesen Konflikt, ohne dass die Küche nach Hilfsmittel aussieht.

Inzwischen wählen viele die Technik aus einem anderen Grund: Vorausschauende Planung. Wer mit 50 baut, plant für die nächsten 25 Jahre – und weiß nicht, wie es dem Rücken mit 70 geht.

Was bedeutet das für die Planung?

Die verstellbaren Bereiche brauchen Freiraum nach unten und dürfen nicht mit festen Unterschränken verbaut werden. Elektrik und Wasserführung müssen auf Bewegung ausgelegt sein. Beides ist Standard bei entsprechenden Systemen, muss aber von Anfang an eingeplant werden – nachrüsten ist aufwendig.

Sieht man der Küche die Technik an?

Im Ruhezustand kaum. Die Hubsäulen sitzen hinter Blenden, die Bedienung ist ein flaches Tastenfeld an der Unterkante der Platte. Erst in Bewegung wird sichtbar, dass sich etwas verstellt.

Wie beraten wir dazu?

Wir fragen, wer die Küche nutzt, wie groß die Personen sind und ob absehbar jemand mit Einschränkungen damit arbeiten wird. Daraus ergibt sich, ob die gesamte Zeile verstellbar sein soll oder nur ein Arbeitsbereich.

In unserer Ausstellung in Sinsheim steht ein höhenverstellbares System, das Sie selbst bedienen können – der Unterschied lässt sich schwer beschreiben, aber sofort erleben.

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